(ein Auszug aus unserem Schulprogramm)

Gesetzliche Grundlage

Erziehung und Unterricht sind die Kernbereiche schulischer Arbeit. Gesetzliche Vorgaben sind zu finden in Art 7 u. 8 LV NRW, §2 SchulG, § 7 Abs 1 ADO sowie in den Richtlinien.

Inhalte

Im erziehenden Unterricht erhalten die Schüler und Schülerinnen vielfältige Lernchancen, um sowohl Sach- und Methodenkompetenz als auch Ich- und Sozialkompetenz zu erwerben. Darunter verstehen wir u.a. folgende Schwer-punkte: die Erziehung zur Eigenverantwortung und die Erziehung zur sozialen Verantwortung.

Erziehung zur Eigenverantwortung beinhaltet für uns

  • die Förderung der Selbstwahrnehmung und des Selbstbewusstseins,
    • die Entwicklung der Selbständigkeit, der Leistungsbereitschaft und der Kritikfähigkeit.

Erziehung zur sozialen Verantwortung bedeutet für uns

  • die Erziehung zu Akzeptanz, Toleranz und Empathie,
    • die Erziehung zu sozialem Engagement und
    • die Erziehung zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten.

Um diese Erziehungsziele zu erreichen, muss der Unterricht entsprechend geplant und durchgeführt werden. Durch gezielte Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen lernen Kinder, sich und ihren Körper zu erspüren. Durch die Kombination von lehrerzentriertem und offenem Unterricht erhalten die Schüler und Schülerinnen Mitgestaltungsmöglichkeiten bei der Planung und Durchführung des Unterrichts und übernehmen die Verantwortung für ihr Lernen. Durch abwechslungsreiche Arbeits- und Sozialformen sowie Lern-methoden werden Selbständigkeit und soziales Lernen gefördert.

Auch die außerunterrichtlichen Aktivitäten wie Projektwochen, Ausflüge, Klassenfahrten, Sportveranstaltungen und Feste unterstützen die oben genannten Erziehungsziele.

An unserer Schule wurden drei Regeln vereinbart, die sowohl den Eltern als auch den Kindern erläutert werden und immer wieder eingeübt werden.

Es handelt sich um die folgenden Regeln:

Wer sich nicht an diese Regeln hält, erhält einen „Zeiträuber“, d.h. eine Kurzmitteilung an die Eltern verbunden mit einer Aufforderung, sich schriftlich zum Vorfall zu äußern und Wiedergutmachungsideen zu entwickeln (Besinnungs-bogen). Erstklässler lösen die Aufgabe durch Malen.

Während der Grundschulzeit spielen Regeln und Rituale, die Rhythmisierung des Unterrichts und die Klassenraumgestaltung eine wichtige Rolle.

Regeln und Rituale werden als unverzichtbare Orientierungshilfen bereits im ersten Schuljahr von der/dem KlassenlehrerIn eingeführt und mit den FachlehrerInnen abgesprochen. Eine Grundlage bilden hierzu die an der Schule vereinbarten Regeln und Rituale (wie z.B. die Stopp-Regel). Sie bilden ein sehr wichtiges Gegengewicht zur Individualisierung der Lernprozesse, da sie für alle Kinder und Lehrkräfte verbindlich und verbindend wirken und das soziale Miteinander fördern und unterstützen.

Darüber hinaus entwickelt jede Klasse gegebenenfalls eigene zusätzliche Klassenregeln und Gesprächsregeln. Diese haben die Aufgabe, Orientierung für sich häufig wiederholende Situationen zu geben und Regeln für das Verhalten untereinander festzulegen.

Sie helfen

  • beim Umgang mit Mitschülern,
    • Verantwortung für die Gemeinschaft zu entwickeln,
    • Eigenverantwortung für das eigene Lernen übernehmen,
    • beim Umgang mit Materialien.

Die Kinder einer Klasse werden zunehmend an der Regelfindung und ihrer Veränderung beteiligt. Die Regeln sind dementsprechend hinsichtlich der jeweiligen Klassenstufe weiter zu entwickeln.

Rituale oder ritualisierte Handlungen geben dem Schulalltag Struktur, dienen den Kindern als Verhaltenshilfen in neuen Situationen und führen die Klasse nach individuellen Lernprozessen wieder zusammen. Rituale können jedoch nur dann wirksam sein, wenn sowohl eine Bedeutung für die Kinder als auch für die Lehrkraft besteht. Die Einführung und Festlegung von Ritualen kann in den unterschiedlichen Klassen leicht variieren. Sie sind zudem von den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder und /oder der Lehrkräfte abhängig. Als hilfreich haben sich z. B. erwiesen:

  • Stillezeichen
    • Aufräummusik
    • Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale
    • Einsatz von Piktogrammen

Der Schulmorgen wird in Phasen eingeteilt. Es kommt zum Wechsel von

  • Phasen konzentrierter Anspannung und Entspannung,
    • Ruhe und Bewegung,
    • Arbeit und Spiel.

Dem Klassenraum als gestalteter Lernumgebung kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Er dient

  • als Wahrnehmungsraum für lebendiges Lernen mit allen Sinnen
    • als Aktionsraum für selbsttätiges und kooperatives Handeln
    • als Spielraum für entlastende und entspannende Situationen
    • als Lebensraum für das Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen.

Unsere Rolle als Unterrichtende:

In dem von uns beschriebenen Konzept von Unterricht ist die Rolle des Lehrers die des

  • Lernbegleiters
    • Lernhelfers
    • und Lernbeurteilers.

Bei der Leistungsbewertung spielt der Lernprozess eine ebenso große Rolle wie das Lernergebnis.

Da Erziehung nur in Kooperation mit den Eltern gelingen kann, schließen wir noch vor der Einschulung die folgende gemeinsame Erziehungsvereinbarung ab:

Erziehungsvereinbarung